Verreisen mit der Eisenbahn

Wer mit Kindern in den Urlaub fährt, wird immer das gleiche Problem haben. Wie beschäftigt man die lieben Kleinen während der Anreise? Kinder haben schließlich am meisten Spaß, wenn sie sich bewegen können, wenn sie herumtoben und herumlaufen können und die Welt entdecken. Stundenlanges Stillsitzen im Auto gehört nicht gerade zu den favorisierten Beschäftigungen von Kindern, egal welchen Alters.

Bahn statt Autobahn

Eine Möglichkeit dem stundenlangen Stillsitzen zu entgehen, ist es, statt mit dem Pkw mit der Bahn zu verreisen. Daraus ergeben sich viele Vorteile, nicht nur für die kleinen Passagiere. Der Fahrer wird zu allererst entlastet, schließlich steuert ein freundlicher Lokführer den Zug und man muss sich um nichts kümmern. Wie von selbst gelangt man zum Ziel und das garantiert ohne nervenaufreibende Staus. Man kann sich unterhalten, lesen, eine DVD auf dem Laptop schauen oder Karten spielen und das, während die Landschaft an einem vorbeizieht. Für Kinder ist die Verlegung der Urlaubsreise von der Straße auf die Schiene aber besonders gewinnträchtig. Denn im Zug können sie sich bewegen. Ob Turnen auf den Sitzen oder eine Wanderung von der Spitze bis zum Ende des Zuges, für Bewegungsfreiheit ist gesorgt. An den Tischen in den Abteilen kann gemalt und gebastelt werden und auch für eine gemeinsame Mahlzeit bleibt genug Platz. Wichtig ist es allerdings, sich vorab ein Abteil zu reservieren. Die Bahn hält in den meisten Zügen extra Kleinkindabteile bereit, damit die Familien und natürlich die anderen Fahrgäste ungestört bleiben, wenn man mit kleinen Kindern unterwegs ist, die sich vielleicht ab und zu lautstark Gehör verschaffen. So kann man ganz entspannt dem Urlaub entgegen und wieder nach Hause rollen.

Die Bahnfahrt in vollen Zügen genießen

Gerade wenn Ferienzeit ist, sollte man allerdings unbedingt reservieren. Mit viel Gepäck in überfüllten Zügen und mehreren Personen einen Platz zu suchen und zu finden, kann leicht zur Nervenprobe werden. Auf dem Gang stehend und auf Koffern sitzend, wird man sich sonst schon bald zurück auf die Autobahn wünschen. Außerdem sollte man bei der Wahl der Verbindungen auf ausreichend Zeit zum Umsteigen achten. Eine Hetzjagd mit der ganzen Familie von Bahnsteig zu Bahnsteig ist nichts, was die Kinder nach den Ferien unter “mein schönstes Ferienerlebnis” verbuchen würden. Auch für ausreichend Proviant im Reisegepäck sollte man sorgen. Zwar kann man in der Bahn im Speisewagen inzwischen leidlich gut essen, die Preise sind aber nichts für den Familiengeldbeutel. Am Bahnhof bekommt man auch eher Überteuertes und meist Ungesundes als Reiseproviant. Nicht zu verschweigen ist allerdings, dass auch mit der Bahn nicht immer alles glattgeht. Letzten Sommer waren es ausgefallene Klimaanlagen, die Urlaubsreisenden das Leben schwer machten und immer wieder erlangt die Bahn traurige Berühmtheit durch gewaltige Verspätungen. Verpasste Anschlüsse und stundenlanges Festsitzen auf irgendeinem Provinzbahnhof kann durchaus auch die Bahnreise so stressig machen, dass sie locker mit einem Ferienstau mithalten kann.

Autor: Mita - Datum: 25.07.2011 - Uhrzeit: 10:52 Uhr - Kategorien: Ferien - Kommentar schreiben
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